Tipps und Rat
von der Hundeexpertin Edith Kirchberger

 

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 Der Handel mit Tierbabys blüht

Von Edith Kirchberger
26.02.2009 16:41

Experten waren: "Die Aufnahme von beschlagnahmten Hundewelpen und der Handel in manchen Zoogeschäften gefährden alle heimischen junge Vierbeiner". Es ist kein Geheimnis, dass diese Tierbabys schlecht oder gar nicht geimpft sind und höchst ansteckende Infektionskrankheiten verbergen. Strengste Quarantänemaßnehmen sollten eingehalten werden.

Besonders in Tierheimen und Zoofachhandlungen verbreiten sich die unsichtbaren Killerviren im nu. Da Auslandsbabys vielen Stressfaktoren ausgesetzt werden, haben sie ein geschwächtes Immunsystem, Todesfolge sind keine Seltenheit. Die häufigste  Viruserkrakung  bei Hunden ist die Parvovirose. Der Virus kann bis zu zwei Jahre in Räumen aktiv sein, ist Hitze und Kälte unempfindlich, überträgt sich sogar über Strassenbekleidung, so Dr. Christian Schwingshandl aus der Welser Tierklinik.

Überleben die Tiere, sind Verhaltensprobleme meist vorprogrammiert. Die Umwelt und die schlechten Erfahrungen in dieser sensiblen Entwicklungsphase haben das Verhalten der Tiere geprägt.  Meist sind sie überängstlich und später aus der Angst heraus auch aggressiv, warnt Hundeexpertin Edith Kirchberger und Fachtierärztin für Verhaltens- und Tierschutzkunde Dorit Dr. Urd Feddersen-Petersen.

 

Mag. Michaela Bell, Leiterin des Linzer Tierheimes unterstützt mit ihrem gesamten Team die Protestaktion in der Homepage www.hundegesetz.at  

Auch Tierärzte und Experten, samt Geschäftsleitung Gut Aiderbichl stehen dazu und haben die Petition unterschrieben.

 

Aufklärungskampagnen gegen Hunde aus Ostimporten sorgten in der Vergangenheit für Aufklärung: „Finger weg vor Käufen aus osteuropäischen Ländern“.

Wenn sich Welpen in einem österreichischen Tierheim aufhalten, sind es noch lange keine österreichischen Welpen und Käufer sollten ihre finanziellen Mittel abschätzen. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn ein Zweithund zum eigenen Welpen dazu genommen wird.

Damit Viruserkrankungen auf Straßen nicht verschleppt werden, sollten Auslandsbabys unter strengster Quarantäne gehalten werden. Impfung schütz heimische Welpen nur teilweise und nur, wenn die Welpen vor einer möglichen Virusübertragung mit einem gutem Impfstoff geimpft wurden, so Dr. Schwingshandl. 

 

Die " Ware Tier" muss immer günstig eingekauft werden:

Damit Händler oder Tierhandlungen, also die Zwischenhändler gut verdienen, muss die „Ware Tier“ sehr günstig eingekauft werden. Das ist allerdings nur über Importtiere möglich. In Osteuropa werden junge Hunde im großen Stil und unter nicht artgerechter Haltung "produziert" und an ahnungslose Kunden über die Zoohandlungen abgegeben. 

Diese stammen meist aus Hundefabriken und Massentierhaltungen, genau das was der Gesetzgeber vermeiden wollte.

Mit der Novelle des Bundesgesetzes über den Schutz der Tiere, BGBl. Nr. 35/2008 wurde der "Verkauf von Hunden und Katzen in Zoohandlungen" wieder erlaubt. Am 24. November 2008 wurde die Verordnung erlassen und bereits heute werden wieder Katzen und Hundebabys, speziell aus dem Ausland feil geboten. Experten sind sich einig, dass ist ein Widerspruch gegen das Bundestierschutzgesetz.

 

Der zukünftige Tierhalter, bestimmt das Angebot. Nur durch einen klaren Boykott in Zoohandlungen zu kaufen, kann die schlimme Geschäftemacherei zum Leid der Tiere auf Dauer unterbunden werden. Erbarmen mit dem Tier darf nicht Kaufgrund sein, damit macht man sich mit verantwortlich für die weiteren Tierverkäufe. Nur wenn wir zusammen halten ist es möglich, das künftig keine Katzen und Hundebabys in Zoogeschäften "aufwachsen" müssen, so Dr. Dorit Feddersen-Petersen.

Sind sie nicht süß und knuddelig? Im Sturm erobern Hundewelpen so ziemlich jedes Herz. Nur zu gerne wird Kindern das gebettel nachgegeben. Sehr wenige Erwachsene sind  bereit, die Verantwortung für das Tier zu übernehmen und auch zu behalten. Man siehe nur die vielen Kleintiere in den Tierheimen, so Mag. Michaela Bell.

 

Tausende Tierfreunde, aber auch Tierärzte fordern die Wiedereinführung des Verbotes Hunde und Katzenwelpen in Zoo und Tierhandlungen verkaufen zu dürfen. Sie haben alle die Protest Aktion in der www.hundegesetz.at unterschrieben. 


a) Unterschriftenliste oder
b) einfach eine Email an
office@hundegesetz.at
c) oder einen Eintrag in Reaktionen

Bei weiteren Fragen steht Ihnen Edith Kirchberger gerne unter 0699/106 97 606  zur Verfügung. Dr. Schwingshandl 07242/55571


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