Tipps und Rat
von der Hundeexpertin Edith Kirchberger

 

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 Gewalt ist immer für die Katz’!

Von Edith Kirchberger
26.02.2009 16:56

Man braucht nicht lange zu warten, um im Alltag die negativen Beispiele zu entdecken: Hier wird ein Hund angeschrieen, dort mit einem brutalen Leinenruck zurückgerissen. Das laute „Pfui“ ist allerdings in den meisten Fällen für die sprichwörtliche Katz’, wie die Buchautorin Edith Kirchberger aus langjähriger Erfahrung und durch viele Kontakte mit Experten auf der ganzen Welt weiß: „95 Prozent aller Hundeschulen, Trainer und Hundehalter unterdrücken das Tier, als hätten sie einen Sklaven. Kaum jemand weiß, dass Hunde ohnehin freiwillig kooperieren würden – aus reiner Freude und aus Spaß an der Sache.“ Kein Stress, dafür viel Vergnügen

Die „Arbeit“ mit dem Hund könnte schnell zum Vergnügen werden, verspricht Kirchberger – wenn man einige ganz einfache Tatsachen beachtet: „Wir denken zu menschlich. Menschliche Moralauffassungen kennt der Hund nicht. Für ihn gibt es kein Gut, kein Böse und auch kein schlechtes Gewissen.“ Bereits einige wenige Punkte können das Zusammenleben zwischen Hund und Herrchen/Frauchen absolut stressfrei gestalten, betont die Expertin.

1. Man muss ein total anderes Verhältnis aufbauen. Wichtig ist das absolute gegenseitige Vertrauen.

2. Beschwichtigungssignale, auch bekannt als „Calmingsignale“, sind ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation zwischen Hund und Mensch. „Damit können Missverständnisse und auch gefährliche Situationen vermieden werden. In meinen Seminaren präsentiere ich dazu Hunderte von Fotos. Darüber hinaus habe ich weltweit Studien angestellt. Alle Hunde jeder Nationalität verstanden die Sprache“, schildert Kirchberger.

3. Insgesamt gibt es mehr als 30 entsprechende Beschwichtigungssignale – etwa den Kopf zur Seite drehen, Blinzeln. Kirchberger: „Andere anzustarren ist nämlich auch unter Hunden unhöflich und aggressiv. Ein Hund, der Konflikte vermeiden will, schaut weg. Und er kann sich dabei hinsetzen, sich kratzen oder gähnen. Das sind nur einige Beispiele. Die Signale sind durchwegs situationsbedingt. Der Hund kann mir etwa mitteilen, dass er überfordert ist und dass ich mit dem, was ich gerade mache, aufhören soll.“ Werden die entsprechenden Signale nicht verstanden, greift der Hund zum nächst stärkeren Mittel – er knurrt. „Und das nehmen ihm dann die meisten Menschen übel“, betont die Expertin. „Obwohl er nur versucht hat, sich verständlich zu machen, gilt er jetzt als aggressiver Hund.“ Übersieht man auch diese Signale, kann es zur nächsten Stufe kommen: „Wenn Sie Glück haben, bleibt es bei den Signalen. Wenn nicht, dann beißt er.“

4. Stressabbau ist indessen nicht nur im Alltag der Menschen sehr wichtig, sondern auch im Leben ihrer vierbeinigen Begleiter. Kirchberger: „Schon Henry Ford sagte, Zusammenkommen ist der Anfang, Zusammenhalten ist Fortschritt, Zusammenarbeiten der Erfolg. Leider scheitert es zumeist am Zusammenarbeiten.“

Wer alles über den richtigen und sorgenfreien Umgang mit Hunden wissen will, hat dazu im Übrigen gleich mehrere Gelegenheiten: So hält die international anerkannte Expertin Edith Kirchberger im In- und Ausland Seminare zum Thema ab, darüber hinaus leitet sie „pro Hund“. „Leider regiert in der Hundeszene schon längst Neid, Geld, Macht und Geltungssucht. Aber gemeinsam sind wir stärker. Und ein wichtiges Instrument gegen diese Entwicklung soll meine Hundezeitung sein.“

Für Rückfragen steht Ihnen Edith Anna Kirchberger gerne unter Tel. (07247) 8326 oder  0699/106 97 606 zur Verfügung.


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